38 Phoneme/ Laute der deutschen Sprache

Was muss beim Lesen lernen gelernt werden?
Beim Lesenlernen, ist es von zentraler Bedeutung, sich mit den Phonemen auseinanderzusetzen. Diese Lautbilder sind die Bausteine der gesprochenen und geschriebenen Sprache. Phoneme sind die kleinsten Einheiten der Sprache, die noch eine Bedeutung haben. Wenn Kinder lesen und schreiben lernen, müssen sie diese Phoneme erkennen und kombinieren können, um Wörter richtig zu entschlüsseln und zu bilden. Im Folgenden wollen wir uns die wichtigsten Phoneme im Deutschen anschauen, da sie eine entscheidende Rolle beim Erwerb der Lesekompetenz spielen.
Die Phoneme, die wir behandeln werden, umfassen sowohl einfache als auch komplexere Lautkombinationen. Die Liste dieser Phoneme wird in zwei große Kategorien unterteilt: Vokale und Konsonanten. Aber auch spezielle Lautkombinationen wie Diphthonge und Konsonantenverbindungen gehören zu den Phonemen, die es zu lernen gilt.
Vokale:
Ein wichtiger Bereich beim Lesenlernen sind die Vokale. Sie sind die Herzstücke vieler Wörter und bilden die Grundlage der Silbenbildung. Zu den Vokalen im Deutschen gehören:
- A – /a/ wie in „Mann“ oder /aː/ wie in „sah“.
- E – /ɛ/ wie in „Beten“ oder /eː/ wie in „sehr“.
- I – /ɪ/ wie in „mit“ oder /iː/ wie in „viel“.
- O – /o/ wie in „noch“ oder /oː/ wie in „Boot“.
- U – /ʊ/ wie in „Puppe“ oder /uː/ wie in „gut“.
- Ä – /ɛ/ wie in „Bär“.
- Ö – /øː/ wie in „Höhle“.
- Ü – /yː/ wie in „Mühe“.
Auch Diphthonge (Zweifachlaute) gehören zu den Phonemen, die Kinder beim Lesenlernen beherrschen müssen. Diphthonge entstehen durch die Kombination zweier Vokale, die zusammen einen neuen Laut ergeben:
- ÄU – /ɔɪ̯/ wie in „Häuser“.
- EU – /ɔɪ̯/ wie in „neu“.
- EI – /aɪ̯/ wie in „mein“.
- IE – /iː/ wie in „viel“.
Konsonanten:
Konsonanten sind die Laute, die häufig den Anfang und das Ende von Wörtern bilden. Sie sind ebenso wichtig, um Wörter korrekt auszusprechen und zu erkennen. Hier eine Liste der wichtigsten Konsonanten im Deutschen:
- B – wie in „Ball“.
- C – wie in „Café“ (oft als /k/ ausgesprochen, aber auch als /ʃ/ wie in „China“).
- D – wie in „Dose“.
- F – wie in „Fenster“.
- G – wie in „Gabel“.
- H – wie in „Haus“.
- J – wie in „Jahr“.
- K – wie in „Kasten“.
- L – wie in „Lampe“.
- M – wie in „Mutter“.
- N – wie in „Nacht“.
- P – wie in „Pferd“.
- Q – wie in „Qualität“ (immer gefolgt von „u“ und wie /kv/ ausgesprochen).
- R – wie in „Regen“ (häufig als uvulares R oder Zungenspitzen-R je nach Dialekt).
- S – wie in „Sonne“.
- T – wie in „Tisch“.
- V – wie in „Vater“.
- W – wie in „Wagen“.
- X – wie in „Taxi“.
- Y – wie in „Yacht“.
- Z – wie in „Zebra“.
- ß – wie in „Spaß“.
Besondere Konsonantenverbindungen:
Einige Konsonantenverbindungen sind ebenfalls von großer Bedeutung, da sie oft in der deutschen Sprache vorkommen. Zu diesen gehören:
- NG – wie in „Singen“ oder „lang“.
- CH – wie in „ich“ (stimmhafter palataler Frikativ) oder „ach“ (stimmloser velarer Frikativ).
- SCH – wie in „Schule“ oder „schon“.
- AU – wie in „Haus“ oder „Baum“.
Ab wann kann ich meinem Kind diese Phoneme beibringen?
Bereits bevor ein Kind zu sprechen beginnt, kann es die Buchstaben und deren Phoneme (Laute) erkennen und benennen. Diese frühe Verbindung zwischen Buchstaben und Lauten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Lesenlernen. Auch wenn das Kind noch nicht selbst spricht, kann es durch Hören und Nachahmen erste Laute in Wörtern wahrnehmen. Das Verstehen der Laute, die zu den Buchstaben gehören, ist der erste Schritt in der sprachlichen Entwicklung.
Sobald das Kind diese Phoneme dann auch selbst aussprechen kann, zeigt sich der erste große Lernerfolg. Es beginnt, die Laut-Buchstaben-Zuordnung aktiv zu nutzen, und kann einfache Wörter wie „Mama“ oder „Papa“ erkennen und aussprechen. Dies ist ein wichtiger Moment, da das Kind nun versteht, dass Laute mit Buchstaben verbunden sind und diese gezielt verwendet werden können.
Mit zunehmendem Alter wird das Kind in der Lage sein, immer komplexere Phoneme zu erkennen und korrekt auszusprechen. Dies stärkt das Vertrauen des Kindes in seine eigenen Sprachfähigkeiten und bildet die Grundlage für das spätere Lesen und Schreiben. Indem es die Phoneme und Buchstaben kennt und korrekt ausspricht, legt es die Basis für eine erfolgreiche Sprachentwicklung.
Die wichtigsten Phoneme sind meist die der Eltern, also „M“ wie bei Mama , das „P“ wie bei Papa und das Phonem des eigenen Namen.